Zum hl. Michael

Gedenktag ist der 29.09.

Michael gilt als der Vorkämpfer der Gott treu gebliebenen Engel gegen Luzifer. Sein Kult, zuerst in der Ostkirche, verbreitete sich seit seiner Erscheinung auf dem Monte Gargano in Süditalien im 5. Jahrhundert in Italien und im übrigen Abendland. In das fränkische Reich kam die Michaelsverehrung vom Süden her durch die Langobarden, deren Schutzpatron er war und vom Westen her durch die angelsächsischen Glaubenboten.

 Die Franken verehrten Michael als den Schutzherrn der Christen im Kampf gegen die Heiden, als den Überbringer der Opfergaben zum Throne Gottes sowie als Wäger und Geleiter der Seelen nach dem Tode. Ihm geweihte Bergkirchen (Michaelsberge) verdrängten bisweilen heidnische Wodans Kulturstätten. Als Patron von Kapellen in Obergeschossen von Türmen soll er böse Geister fernhalten.

Dargestellt als Engel in Ritterrüstung mit Helm, Schwert, Lanze und Schild, den Drachen mit Lanze oder Schwert durchbohrend, auch mit Waage.

Patron der katholischen Kirche; des deutschen Volkes ("der deutsche Michael"); der Ritter, Soldaten, Kaufleute, Waagenherrsteller, Eicher, Apotheker, Bäcker, Drechsler, Schneider, Glaser, Maler, Vergolder, Blei- und Zinngießer, Radiomechaniker, Bankangestellten (seit 1958), Sterbenden, Armen Seelen; gegen Blitz, Gewitter; für einen guten Tod; der Friedhöfe.

Auszug aus dem Buch: Der große Namenstagskalender von Jakob Torsy